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PNP vom 08.11.2010:

Unheimlich, aber verdammt gut
Young-Classic-Jugend-Musikfestival mit dem Canaletto-Brass-Quintett


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Trotz seiner Jugend routiniert und ausgereift: Das Canaletto-Brass-Quintett aus Dresden mit dem Trompeter Sebastian Bohner (r.) und Posaunist Christof Schnaitmann. Am Horn überzeugten Lars Scheidig, an der Trompete Florian Weber und an der Tuba Sebastian Zippel. (Foto: Scholz)
    
Ein bisschen unheimlich ist es ja schon. Da stehen fünf Musiker auf der Bühne, die sich auf dem Musikgymnasium kennengelernt haben - der älteste ist gerade mal 21. Trotz ihrer Jugend beweisen sie ein solch reifes, ja elegantes Zusammenspiel, führen derart wohlerzogen und geschliffen durch den Abend, dass der normalsterbliche Spätpubertierende plötzlich als fremdes Wesen erscheint.

Warmtönig-swingendes Klangerlebnis

Keine Sekunde zweifelt man am Samstagabend im Passauer Kloster Niedernburg daran, ob das Dresdner Quintett den 1. Preis der Amateure beim Passauer Blechbläserwettbewerb 2008 zurecht gewonnen hat. Ihr mittlerweile fast fünfjähriges Zusammenspiel zeugt von Routine, wacher Brillanz und ausgereifter Musikalität. Ein ehemaliges Vivaldi-Violinkonzert, das von Bach für Bläser umgeschrieben wurde, wird beim Canaletto-Brass-Quintett zum orchestralen, warmtönigen und swingenden Klangerlebnis.
Eben noch tänzerisch und filigran, dann voll getragener Dichte, musizieren die fünf Bläser die „Fancies, Toyes and Dreames“ von Farnaby, um gleich danach bei einem Arrangement von Griegs „Hochzeit auf Troldhaugen“ homogen und pointiert den festlich-romantischen Grundcharakter auszugestalten. Mit John Cheethams „Brass Menagerie“ schließlich beweist das Quintett eine famose Technik und meistert mit sichtlichem Vergnügen die vertrackte Rhythmik. Bei aller Selbstsicherheit faszinieren die Musiker stets mit großer Homogenität. Sie sind immer präsent - und doch nie dominant.

Zum Abschied legen die Musiker die Instrumente beiseite und stimmen in einen perfekt-fünfstimmigen Chorsatz ein. Ein bisschen unheimlich eben. Aber verdammt gut.   


Dorothea Walchshäusl
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