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PNP vom 15.11.2010:

Intensive Musik in
Schlusskonzert setzt „Young Classic“ in Passau die Krone auf 

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Sie als Schulorchester zu bezeichnen, wäre schon fast geschmacklos: Die jungen Instrumentalisten des Musischen Gymnasiums Salzburg, hochdifferenziert geleitet von Markus Obereder. (Foto: Jäger)
    

Manchmal lässt sich der Zauber der Musik schon ohne Klänge erahnen. Da sind es die wohlgeformten athletischen Hände des Solisten, die wachen Augen der kleinen Geigerin am Orchesterpult oder der singende Mund des Dirigenten, die von absoluter Hingabe erzählen, von Anmut, Präsenz und Virtuosität. Beim Schlusskonzert von Ivan Bakalows Festivals „Young Classic“ am Samstagabend im Passauer Rathaussaal hat sich dieses Wunder ereignet: Da lag Musik in jeder Geste, da war aber gleichzeitig auch eine wunderbare Selbstverständlichkeit spürbar, mit der die enorm jungen Musiker Atem holten, Phrasen gestalteten und aufeinander reagierten.

Aaron Pilsan ist der erst 15-jährige Solist dieses Konzerts und er beweist bei Chopins Klavierkonzert Nr. 2 in f-Moll eine Interpretation, die alle technischen Herausforderungen scheinbar spielerisch hinter sich lässt. Voll Durchsichtigkeit und glitzernder Farbigkeit entwickelt er unter seinen Fingern die Themen, horcht zärtlich die Klangräume aus und beweist eine beeindruckende Intensität und Reife. Eingerahmt, klanglich gebettet und angespornt wird Pilsan durch das sensationell spielende Orchester des Musischen Gymnasiums Salzburg, für das der Begriff des „Schulorchesters“ beinahe als Beleidigung erscheint. Derart perfekt sitzt hier jeder Übergang, wird jede dynamische Nuance und jeder Spannungsbogen herausgearbeitet.Unter der ungemein differenzierten und sensiblen Leitung des Dirigenten Markus Obereder gelingt die „Peer Gynt Suite“ von Grieg als musikalisches Schauspiel, als große Inszenierung, die einem das Gruseln lehrt und das sehnsuchtsvolle Träumen. Man spürt die intensive Detailarbeit in jedem Fingerzeig und bei jedem Augenkontakt, der spannungsvolle, homogene Klang erzählt den Rest.

Mit Schumanns „Frühlingssymphonie“ schließlich wird das Konzert zum fröhlichen, schwelgerischen Fest. Es singen die Celli, es tanzen die Geigen, und war der Einstieg im ersten Satz noch etwas unkonzentriert, so steigern sich die Musiker in den folgenden drei Sätzen im immer packenderen und dichten Zusammenspiel. Wie im vierten Satz der Wechsel zwischen Bläsern und Streichern gelingt, wie das gewaltige Werk der Romantik im dritten Satz mal ländlich tänzelt, mal rasant dahinwalzt ist atemraubend und begeisternd. Am Schluss jubelt der Rathaussaal und man freut sich auf „Young Classic“ im nächsten Jahr.

  

Dorothea Walchshäusl

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