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PNP vom 17.10.2011:

Zauberkraft der Jugend
Mayu Kishima (24) und die Niederbayerische Philharmonie eröffnen „Young Classic Europe“ in Passau

ibakalow

(Foto: Klaus Ditté)
    

Wenn Jugend auf Musik trifft, wenn Heranwachsende sich an Instrumenten zur Perfektion steigern und sich unbeschwerte Leichtigkeit mit technischer Virtuosität vereint, dann liegt ein Zauber in der Luft. Dieser Zauber ist es, der seit 14 Jahren das in „Young Classic Europe“ umbenannte Europäische Jugend-Musikfestival in Passau begleitet, der seinen Charme ausmacht und seine betörende Wirkung auf das Publikum.
So verwundert es nicht, dass der Rathaussaal zum Eröffnungskonzert des diesjährigen Festivals am Freitagabend bis auf den letzten Platz besetzt ist und das Publikum einem Abend entgegenfiebert, der aus dem Vollen schöpft, der an nichts spart und dabei in manchen Momenten die letzte Feinheit in der Interpretation und Ausgestaltung vermissen lässt. Das Konzert ist den 150-jährigen deutsch-japanischen Beziehungen gewidmet, und so erklingt mit angemessener Furore die „Musica per orchestra sinfonica“ des Komponisten Yasushi Akutagawa: eine fulminante, eingängig dahintreibende Eröffnung des Abends, bei der sich gleich einer Filmmusik vor dem inneren Auge die Landschaften weiten und sich versetzte Rhythmik und pulsierende Dynamik mit packendem Drive vereinen.

Die Niederbayerische Philharmonie unter der routinierten Leitung ihres Dirigenten Basil Coleman scheint vom Zauber der Jugend regelrecht beseelt und meistert die durchwegs sehr anspruchsvollen Werke als dichter, äußerst präziser und hochmotivierter Klangkörper.Mit Beethovens Violinkonzert in D-Dur macht „Young Classic“ seinem Namen nun alle Ehre: Gebannt lauscht man der erst 24-jährigen Solistin Mayu Kishima, die sich diesem hochdramatischen, schwelgerischen Werk mit beeindruckender Virtuosität und einer großen Vielfalt an Klangfarben stellt. Mit ihrem strahlenden, mitunter fast blendend reinen Geigenton gestaltet sie zusammen mit dem Orchester die sängerischen Melodiebögen, lässt die Töne in der Kadenz beinahe zerfallen, sphärisch hauchen und er-sterben, bevor sie sich voll Zartheit wieder ins Tutti zurückspielt.

Freilich, man spürt hier auch die Kehrseite der Jugend - dann, wenn sich im zweiten Satz die Spannung etwas verliert, wenn eher der Dirigent führt als die Solistin und wenn die letzte interpretatorische Freiheit und Reife an manchen Stellen noch fehlt. Trotzdem greift der jugendliche Zauber, das Publikum jubelt und klatscht.Mit Tschaikowskys 4. Symphonie wird der Rathaussaal schließlich klanglich an seine Grenzen gebracht und man sehnt - mal wieder - inniglich die Akustik eines guten Konzerthauses herbei. In unendlichen Steigerungen schraubt sich die Musik empor, Coleman inszeniert bombastisch die Extreme und am Ende gibt es Standing Ovations für ein überaus homogenes und starkes Orchester. Ein gelungener, klanggewaltiger Festivalauftakt.   

  

Dorothea Walchshäusl

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