yc17header
whitespace
 
Programm ProgrammPresse PresseArchiv ArchivTickets TicketsVerein VereinSponsoren SponsorenKontakt KontaktEnglish English


 

   

PNP vom 31.10.2011:

Klavierkunst in Vollendung
Die Russin Olga Scheps beim Europäischen Jugend-Musikfestival Passau

ibakalow

Emotional: Olga Scheps.
− F.: Ditte/rogerimages.de
    
Sollte jemand an der Wirkung der Medien je gezweifelt haben, wurde er bei diesem Klavier-Recital in beeindruckender Weise eines Besseren belehrt: Olga Scheps, ein inzwischen am Pianisten-Himmel (ECHO-Klassik-Preis 2010) hochdekorierter Klavier-Star war angekündigt – und der historische Rathaussaal Passau war bis auf den letzten Platz gefüllt. Neben dem Shooting-Star ließ nämlich auch das rein russische Klavier-Programm schon eine Rarität erwarten, die nicht alle Tage geboten wird. Im gleißenden Licht der Aufmerksamkeit stand zudem eine Künstlerin (geb. 1986), die sofort vom ersten Ton an in Tschaikowskys „Natha-Valse“ op. 51 Nr.4 durch ihre Interpretation alle Zuhörer faszinierte: Glasklarer Anschlag, kraftvolle, mitunter sogar eruptiv-dynamische Entwicklung der Spannungsbögen und subtilste Differenzierungen bis hin zum verhauchenden Pianissimo waren die besonderen Merkpunkte ihrer hochemotionalen musikalischen Aussagen. Auch die nachfolgenden „Préludes“ D-Dur und g-moll v. S.Rachmaninowboten reichlich Gelegenheiten, die wie  selbstverständlich wirkende technische Souveränität ohne jeglichen Anflug von Affektiertheit oder gar billiger Show zu demonstrieren.

Rachmaninows nachfolgende Variationen über ein Thema von A. Corelli („La Folia“,op.42) verlangten dabei nicht nur der in jeder Phase hochkonzentriert wirkenden Solistin, sondern sogar dem Publikum einiges ab, da der musikhistorische Bogen vom Barock bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gespannt wird. Als Dank dafür und sicherlich auch für M. Glinkas tonmalerisches Werk „Die Lerche“ entließen die sichtlich beeindruckten Zuhörer die Künstlerin schon zur Pause mit ungewöhnlich starkem Applaus. Als einem der Hauptwerke des Abends gelang es der Solistin schließlich höchst glaubwürdig und nachvollziehbar, in der anschließend intonierten großen Sonate Nr.7,B-Dur, von S. Prokofjev jeden der Einzel-Sätze als aussagestarke Einheit in das große Gesamtgefüge der anspruchsvollen Riesen-Komposition einzuordnen. Nach wahrlich donnerndem Schluss-Applaus und zahlreichen Bravi bedankte sich die sympathische Virtuosin beim jugendlich-begeisterten Publikum mit vier (!) Zugaben (Chopin und Liszt) und zeigte eine wie erlösend wirkende Entspanntheit.

Toni Daumerlang

    ..........................................................................................................

 

  

 

 

Stadt Passau swp passauerneuepresse_tb spk Niederbayern zf_kulturstiftung
staatsministerium leebmann24

Startseite | Fotogalerien | Impressum

 

  Europäisches Jugend Musikfestival Passau e.V.

Ein Projekt von Brands & Projects | © 2009 - 2016