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PNP vom 28. Oktober 2009

Faszinierend, was die Jugend alles kann

Europäisches Jugendmusikfestival in Freudenhain: Meisterkurs mobilisiert viele Besucher

 
Von Marita Pletter
Ein hochkarätiges Cellokonzert hat am Sonntagabend im gut besuchten Festsaal des Gymnasiums Freudenhain einen dreitägigen Meisterkurs glanzvoll beschlossen, den der weltweit renommierte Cellist Professor Heinrich Schiff im Rahmen des Europäischen Jugendmusikfestivals Passau mit ausgesucht talentierten jungen Cellisten aus verschiedenen europäischen Ländern veranstaltete.

Dem Initiator und langjährigen Chef des alljährlich im Herbst stattfindenden Jugendmusikfestivals, Ivan Bakalow, gelinge es stets aufs Neue, Musiker von internationalem Ruf - 200 Jahre nach Auersperg - in die Dreiflüssestadt zu holen, sagte der ehemalige Auersperg-Schulleiter Hannes Schober, als er die erwartungsvollen Gäste jeden Alters begrüßte. Die konnten am Ende nach lang anhaltendem Applaus zweifellos bereichert die Aula verlassen. Heinrich Schiff musste bereits vor dem Konzert abreisen, aber die Musik strahlte einen Abend lang aus, dass der große Meister sowohl die Seele der Literatur, als auch die der jungen Menschen, mit denen er sie einstudierte, hoch ansiedelte. Es sei unglaublich, so Ivan Bakalow, was Heinrich Schiff in nur wenigen Tagen an Vervollkommnung der jugendlichen Cellisten (zwischen 16 und 23 Jahre) bewirkt habe. Und beistimmen mochte man jenem Herrn im Publikum, der befand: „Das Faszinosum sind immer die jungen Leute und was sie vermögen.“ Und bereits zu den öffentlichen Übungen und Proben seit Freitag waren heuer sehr viele Besucher erschienen, mehr als während der Meisterkurse in den Jahren zuvor, freute sich Bakalow.

Zum Auftakt des Konzerts gab es gleich ein erstes Highlight: den in Manchester studierenden 23-jährigen Niederländer Joris van Berg, der seinen eigenen Pianisten, Martijn Willers, einen vor Temperament sprühenden holländischen Musiker, mitgebracht hatte. Van Berg spielte Beethovens Sonate op. 102 Nr.1 C-Dur: hingebungsvolles Andante, heftiges Allegro vivace, dem das Adagio, ein wildes Tempo de Andante folgt, dann das Allegro vivace. Doch auch die Literatur Dvoraks „lebt“, und jene 1879 entstandene Polonaise erblüht wieder während des fließenden Cellospiels der erst 16-jährigen Katarina Schmidt. Gideon den Herder (Niederlande), der gleichfalls Dvorak favorisierte, intoniert den Ersten Satz aus dessen Konzert für Violoncello - ist doch da eine Fülle an Motiven, tragend-einsamem „Gesang“, melodischer Weisen.Auch nach der Pause sollten die Zuhörer nicht enttäuscht werden von dieser dunklen, mit viel Applaus bedachten Gabriel-Faure- Elegie des 22-jährigen Berliners Felix Eugen Thieman sowie dem Ersten Satz des Lalo-Konzertes für Violoncello, den die 16-jährige Natascha Sidlinsky zur Aufführung brachte.
Nadege Rochat (18), eine schweizer Schönheit, brillierte nicht nur schulterfrei, sondern auch musikalisch mit dem Ersten und Zweiten Satz (Allegro moderato und Allegro) aus Schostakowitschs Sonate op. 40, voller Lyrik, launischer Facetten, plötzlicher Stimmungen. Und hervorragend, erfahren, souverän, zuverlässig und nicht ohne Temperament die ganze Zeit am Flügel: Ekaterina Tamopolskaja.

 

 

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